Stillende Mamas tragen ihren Beitrag zum Umweltschutz bei

Stillende Mamas tragen ihren Beitrag zum Umweltschutz bei

Ökologische Vorteile des Stillens: Es wird meist völlig außer Acht gelassen, dass Stillen einen wirklichen ökologischen Vorteil hat. Ein Baby braucht innerhalb des ersten Lebensjahres ca. 380 – 400 Liter Muttermilch. Um eine vergleichbare Menge industriell hergestellter Babynahrung zu erhalten, braucht man ca. 430 Liter Kuhmilch (je nach Qualität der Ersatzmilch pro 1 Fertignahrung zwischen 450 ml bis 2 l Kuhmilch), die unter entsprechendem Energieaufwand pasteurisiert, homogenisiert, entfettet, vitaminisiert werden muss. Dieser Milch werden in industriellem Verfahren auch noch essentielle Fettsäuren und einige andere Zusätze wie z.B. Eisen hinzugefügt.

Trotz des technischen Fortschritts ist es bis heute allerdings nicht gelungen, künstliche Säuglingsnahrung an Muttermilch anzupassen. Im Anschluss an diese technischen Verfahren wird das Kuhmilchpräparat kondensiert und pulverisiert, um anschließend in Dosen aus Aluminium-, Papp,- oder Plastikbehältinisse verpackt zu werden. Für diese Fabrikation ist der Einsatz von Maschinen und Energieaufwand notwendig. Hinzu kommt eine aufwendige Werbung auf Hochglanzpapier und sogar kompletten Büchern.

Zur Gewinnung von Papier müssen Bäume abgeholzt werden, deren Lebendbestand wichtig für unser Klima, den Wasserhaushalt und die Fruchtbarkeit unseres Erdbodens sein könnte. Außerdem entsteht eine nennenswerte Menge an Abfallprokukten, deren Beseitigung weitere Kosten verursacht. Bei der Kaltsterilisation z.B. mit Milton entstehen bei Kontakt mit Eiweiß, der spätestens im Abwasser zwangsläufig erfolgt, Trichlorhalogene (das bekannteste ist Chloroform), die unser Grundwasser belasten. Wir gehen viel zu verschwenderisch mit den Rohstoffquellen unserer Welt um.

Wenn wir uns einzig schon den Verbrauch an Dosen und Verpackungsmaterial bei der Produktion und der Vermarktung industriell hergestellter Formelnahrung vor Augen halten, wird klar, dass durch das Ernähren eines Babys an der Mutterbrust die Umweltverschmutzung verringert und wertvolle Energiereserven geschont werden können. Die Möglichkeit, künstliche Babynahrung herzustellen, die dem nicht gestillten Kind unter einigen technischen und hygienischen Voraussetzungen die Chancen zum Überleben bietet ist meiner Meinung nach wirklich anerkennenswert. Jedoch macht dieser gewaltige medizinisch-technische Fortschritt (der für extreme Ausnahmefälle gedacht war) vielen Eltern in unserer westlichen Kultur die Entscheidung zum “Nichtstillen” zu einfach.

Neben vielen anderen Vorteilen für Mutter und Kind ist das Stillen unserer Menschenbabys eine Möglichkeit, die uns immer noch bleibt, um das Ungleichgewicht zwischen Raubbau an unserem natürlichen Lebensraum und der Lebensweise, die Menschen hervorgebracht haben zu korrigieren.


QUELLENANGABEN FÜR DAS HIER VERWENDETE BILD:

© Shutterstock Inc  Zamurovic Photography/Shutterstock.com

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.